Smart Home mit Solaranlage ist die ideale Kombination für alle, die das Beste aus ihrer Photovoltaik-Anlage herausholen wollen. Smarte Steckdosen schalten Verbraucher automatisch ein, wenn die Sonne scheint, und die smarte Heizung und Wallbox nutzen den Überschussstrom, der sonst ungenutzt ins Netz eingespeist würde. Das erhöht den Eigenverbrauch von typischerweise 30 Prozent auf 50 bis 70 Prozent, was die Stromkosten deutlich senkt. Ein smarter Stromzaehler wie der Shelly EM für etwa 50 Euro misst die aktuelle Solar-Produktion und den Haushaltsverbrauch in Echtzeit. Wenn mehr Strom produziert als verbraucht wird, schalten smarte Steckdosen die Verbraucher ein, die gerade gebraucht werden oder deren Einschaltung zeitlich flexibel ist. Das können die Waschmaschine, die Spülmaschine, die Wallbox für das E-Auto oder der Wäschetrockner sein. Diese Geräte laufen dann, wenn der Strom vom eigenen Dach kommt, und nicht, wenn der teure Netzstrom bezogen werden muss.
Ohne smarte Steuerung wird der überschuessige Solarstrom einfach ins Netz eingespeist, wofür du eine Einspeisevergütung von etwa 7 bis 8 Cent pro Kilowattstunde erhaelst. Wenn du den Strom selbst nutzt, sparst du dagegen den Bezugspreis von etwa 30 Cent pro Kilowattstunde. Der Unterschied betraegt also etwa 22 bis 23 Cent pro Kilowattstunde, was die smarte Steuerung zu einer der lohnendsten Investitionen in Verbindung mit einer Solaranlage macht. Bei einem jaehrlichen Solarüberschuss von 1.500 Kilowattstunden bedeutet das eine zusaetzliche Ersparnis von etwa 345 Euro pro Jahr, die du durch die smarte Steuerung erzielst, ohne dass du dafür aufwaendige Umbauten vornehmen musst. Die Investition in smarte Steckdosen und den Shelly EM amortisiert sich in wenigen Monaten und bringt danach jedes Jahr mehrere hundert Euro Ersparnis. Empfohlene Geräte sind der Shelly EM als Stromzaehler für 50 Euro, mehrere TP-Link Tapo Steckdosen für je 15 Euro zum Schalten der Verbraucher und eine go-e Wallbox für etwa 600 Euro, die das E-Auto automatisch mit Solarstrom laedt.
Die Steuerung übernimmt idealerweise Home Assistant, der die Daten des Shelly EM auswertet und die Steckdosen und die Wallbox automatisch schaltet. Home Assistant ist kostenlos und laeuft auf einem Raspberry Pi für etwa 60 Euro. Die Einrichtung erfordert etwas technisches Verstaendnis, aber es gibt ausführliche Anleitungen und eine große Community, die bei Fragen hilft. Alternativ bieten einige Hersteller wie go-e oder TP-Link eigene Lösungen an, die einfacher einzurichten sind, aber weniger Flexibilitaet bieten. Bei einer 10 Kilowatt-Peak Solaranlage und einem Eigenverbrauch von 50 Prozent sparst du ohne smarte Steuerung etwa 400 bis 600 Euro pro Jahr. Mit der smarten Steuerung erhöht sich der Eigenverbrauch auf 70 Prozent, was die Ersparnis um 150 bis 250 Euro pro Jahr steigert. Die gesamte Investition in die smarte Steuerung mit Shelly EM, Steckdosen und einem Raspberry Pi für Home Assistant betraegt nur etwa 150 bis 200 Euro und ist bereits nach weniger als einem Jahr durch die zusaetzliche Stromeinsparung von etwa 200 Euro vollstaendig amortisiert. Danach sparst du jedes Jahr 150 bis 250 Euro extra, ohne dass du dafür etwas tun musst. Das ist eine der rentabelsten Investitionen, die du im Smart-Home-Bereich taetigen kannst, denn keine andere Maßnahme bringt eine vergleichbare Rendite bei so geringem Risiko.
Wichtig ist die Kompatibilitaet der Komponenten: Nicht jeder Wechselrichter und jede Wallbox sprechen miteinander. Prüfe vor dem Kauf, ob der Shelly EM mit deinem Wechselrichter kompatibel ist und ob die Wallbox eine offene API hat, die von Home Assistant angesteuert werden kann. Die go-e Wallbox ist besonders gut geeignet, weil sie eine gut dokumentierte API hat und von der Home-Assistant-Community hervorragend unterstützt wird. Alternativ sind Wallboxen von Keba, Juice oder Wallbox Pulsar Plus ebenfalls kompatibel, aber die Einrichtung ist etwas aufwaendiger. Unser Tipp: Starte mit einem Shelly EM und drei TP-Link Tapo Steckdosen. Das kostet nur etwa 95 Euro und reicht aus, um die größten Verbraucher wie Waschmaschine und Spülmaschine mit Solarstrom zu versorgen. Wenn das funktioniert, kannst du die Wallbox und Home Assistant später nachrüsten. Die schrittweise Erweiterung ist kosteneffizient und ermöglicht es dir, Erfahrungen zu sammeln, bevor du größere Investitionen taetigst.
Häufige Fragen zu Smart Home mit Solar
Lohnt sich smarte Solarsteuerung ohne Batteriespeicher?
Welche smarte Steckdose eignet sich für Solarüberschuss?
Brauche ich Home Assistant für die smarte Solarsteuerung?

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